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Forschung & Dolinen

Der steinige Weg in die Tiefe: mit ehrenamtlichem Engagement in der Höhlenforschung.

Karst- und Dolinenforschung

Forschung beginnt an der Oberfläche. Die Identifikation und Dokumentation von Karsterscheinungen und Dolinen ist oft der erste entscheidende Schritt, um neue Zugänge zum unterirdischen System zu finden.

Hier sind klassische ehrenamtliche Feldarbeit und Teamgeist gefragt: Gemeinsame Geländebegehungen führen zu jenen unscheinbaren Stellen, an denen das Wasser den Weg in die Tiefe nimmt. Jede dokumentierte Doline und jedes neu entdeckte Schluckloch ist ein wichtiger Mosaikstein im Gesamtbild des Systems.

Liste erfasster Dolinen
Bericht zum Erdfall Hühnerbrunnenhof
Gemeinsame Team Exploration an einer Karst Doline Exploration im Karstgelände KI-optimiert
Dokumentiertes aktives Schluckloch im Wald Dokumentiertes Schluckloch KI-optimiert

Unterirdische Neulandforschung

In den Spalten unter den Dolinen

Das oberste Ziel der Dolinen-Grabungen ist es, einen trockenen Zugang zum aktiven Donau-Aach-System zu finden – jenen wasserführenden Gängen, die die Schwarze Donau bilden. Sobald ein vielversprechender Zugang gefunden ist, beginnt die eigentliche Knochenarbeit. Die Höhlenforscher dringen dabei in oft extrem enge und schlammige Spaltensysteme unterhalb der Dolinen vor.

Massive Verstürze müssen gesichert und zäher Lehm in mühsamer Handarbeit abtransportiert werden, um in unentdecktes Neuland vorzustoßen. Die hochpräzise Vermessung (Kartografie) der neu entdeckten Räume sichert die Erkenntnisse langfristig für die Wissenschaft.

Forscher im Höhlengang im Gegenlicht Vorstoß ins Unbekannte KI-optimiert
Eimerbahn für Lehm unter Tage bei einer Grabung Infrastruktur unter Tage KI-optimiert
Vermessungsarbeiten im neu entdeckten Höhlenteil Präzise Höhlenvermessung KI-optimiert

Aktuelles Grabungsprojekt (2026)

Der Schlangenmäander

Ein schöner Erfolg für das Team: Im Jahr 2026 gelang in einer aktuellen Forschungsdoline die Entdeckung eines völlig neuen Gangsystems. Durch den (der Name sagt alles) engen Schlangenmäander fließt sogar ein eigener kleiner Bachlauf – ein starkes Indiz dafür, dass wir uns auf einem guten Weg zum aktiven Wasserleiter befinden.

Die Vermessung und Erforschung dieses Neulands ist aktuell in vollem Gange. Werde Teil des Teams und hilf dabei, den Weg des Wassers weiter in die Tiefe zu verfolgen!

Jetzt beim Grabungs-Team mitmachen →
Forscher kriecht durch den engen Schlangenmäander Im neu entdeckten Schlangenmäander (Februar 2026) KI-optimiert

Das fossile System: Die Blätterteighöhle

Ein faszinierender Kontrast zu den nassen Dolinen-Schächten ist die Blätterteighöhle. Anders als die tiefen Grabungen, die zum reißenden Wasser führen sollen, handelt es sich hierbei um eine inaktive, fossile Fortsetzung des Donau-Aach-Systems. Hier hat sich der unterirdische Fluss längst zurückgezogen und eine völlig andere Umgebung hinterlassen.

Wo kein Wasser mehr fließt, dominiert die Ruhe der Geologie: Fantastische Deckensinter, fragile Tropfstein-Strukturen und jede Menge Sediment (das raus muss!) prägen das Bild dieser Gänge und Hallen.

Zum Entdeckungsprotokoll von 2004 →
Sinterformationen an der Decke der Blätterteighöhle Markante Sinter-Formation KI-optimiert
Alte Bahnschienen tief in der Blätterteighöhle Transportbahn für Sediment KI-optimiert
Forschungsgruppe in der Blätterteighöhle Team nach getaner Arbeit KI-optimiert

Der Schachtzugang auf dem Dornsberg

Querschnitt des Dolinenschachts in der Aachhöhle

Das erste Tor zur Schwarzen Donau

Der Schachtzugang auf dem Dornsberg war das erste große Fenster in die Tiefe. Er bietet bis heute die einzige Möglichkeit, den massiven Versturz im Quellbereich zu umgehen und das System hinter dem Aachtopf wissenschaftlich zu erschließen.

Nach 13 Jahren ehrenamtlicher Pionierarbeit gelang 2003 der Durchbruch zum Grundwasserleiter (Dolinensee). Dieser Schacht ist heute die logistische Basis für Forscher und Taucher, um das aktive Höhlensystem jenseits des Versturzes erkunden zu können.

Blick in die Graue Halle Die Graue Halle KI-optimiert Erlebnisbericht (1995) lesen →
Der tiefe Dolinensee Der tiefe Dolinensee KI-optimiert Erlebnisbericht (2003) lesen →

Unterstützung der Forschungsarbeit

Ob als aktiver Höhlenforscher bei den Grabungen, als Höhlentaucher, oder als förderndes Mitglied an der Oberfläche – jede ehrenamtliche Hilfe bei der Erforschung des Donau-Aach-Systems bringt das Projekt voran.